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Alexander Disease
Diagnostik über folgende genetische Analyse(n)/Panel möglich
Klinische Symptomatik
Die Alexander Disease gehört zur Gruppe der Leukodystrophien. Im cMRT stellen sich charakteristische Veränderungen der weißen Substanz dar. Typisch ist die frontale Betonung mit einer rostro-caudalen Progression des Myelinverlustes in der seriellen Bildgebung. Die Verdachtsdiagnose eines Morbus Alexander kann aufgrund neuroradiologischer Kriterien gestellt werden, eine Bestätigung der Diagnose erfolgt durch eine molekulargenetische Diagnostik. Je nach Manifestationsalter werden klinische Subtypen unterschieden, die alle einen progressiven Krankheitsverlauf zeigen:
- Neonatal: Manifestierend mit Krampfanfällen, Hydrozephalus und schwerer psychomotorischer Entwicklungsstörung. Eiweißerhöhung im Liquor.
- Infantil (1. und 2. Lebensjahr): Entwicklungsknick mit Verlust erworbener Fähigkeiten, Megalenzephalie, Krampfanfälle, gesteigerte Reflexe und Pyramidenbahnzeichen, Ataxie, sekundärer Hydropzephalus aufgrund einer Aquaeduktstenose.
- Juvenil (meist 4.-10. Lebensjahr): Bulbäre/pseudobulbäre Symptomatik, Ataxie, kognitiver Abbau, Krampfanfälle, Megalenzephalie, Atemstörungen.
- Adult: Variables Krankheitsbild, häufig bulbäre Symptome, Pyramidenbahnzeichen, zerebelläre Ataxie, im MRT insbesondere Hyperintensitäten und Atrophie der Medulla oblongata und des oberen Zervikalmarks.
Genetik
Die Alexander Disease beruht auf autosomal dominanten Mutationen des Gens GFAP. Das krankheitsursächliche Gen GFAP (Glial fibrillary acidic protein) ist auf Chromosom 17q21.31 lokalisiert und kodiert für ein Intermediärfilament, das hochspezifisch für Astroglia-Zellen ist. GFAP-Mutationen werden autosomal dominant vererbt. Die frühmanifestierenden Formen beruhen typischerweise auf Neumutationen, ein Wiederholungsrisiko aufgrund eines Keimzellmosaiks ist möglich.
