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Congenital-Cataract-Facial-Dysmorphism-Neuropathy-Syndrome (CCFDN)
Diagnostik über folgende genetische Analyse(n)/Panel möglich
Klinische Symptomatik
Das Congenital-Cataract-Facial-Dysmorphism-Neuropathy-Syndrome (CCFDN-Syndrom) ist eine seltene autosomal rezessive Erkrankung, die bislang für die Bevölkerungsgruppe der Roma beschrieben wurde. Betroffene Patienten zeigen einen komplexen klinischen Phänotyp, der multiple Organsysteme betrifft. Dieser beinhaltet kongenitale Katarakte, Microcorneae, eine hypomyelinisierende periphere Neuropathie, einen Kleinwuchs, faziale Dysmorphien und eine verzögerte psychomotorische Entwicklung. Eine parainfektiöse Rhabdomyolyse wird als ernsthafte Komplikation beobachtet. Die Komplikationsrate bei Allgemeinanästhesie ist ebenfalls erhöht. Eine frühzeitige Katarakt-OP ist zur Vermeidung dauerhafter Sehstörungen angeraten.
Genetik
Molekulargenetisch beruht das CCFDN-Syndrom auf einer Mutation des Gens CTDP1 (C-terminal domain of RNA Polymerase II subunit A) auf Chromosom 18q23. Bekannt ist eine intronische Founder-Mutation (c.863+389 C>T, Leu287fs) im Intron 6.
RT-PCR und Sequenzanalyse erbrachten einen seltenen Mechanismus eines aberranten Spleißens. Die durch die C>T Transition entstandene Donorstelle aktiviert eine upstream gelegene kryptische Akzeptorstelle, wodurch 95 Nukleotide eines Alu-Elementes in die prozessierte CTDP1-mRNA inseriert werden.
Das CCFDN-Syndrom wird autosomal rezessiv vererbt.
