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Kearns-Sayre-Syndrom (KSS) / Chronisch-progressive Ophthalmoplegie (CPEO)
Diagnostik über folgende genetische Analyse(n)/Panel möglich
Klinische Symptomatik
Die klinischen Bilder der Erkrankung variieren von einer isolierten okulären Symptomatik (Chronisch-progressive externe Ophthalmoplegie, CPEO) bis hin zum Vollbild des Kearns-Sayre-Syndrom (KSS), einer multisystemischen Erkrankung, bei der zusätzlich zur Ophthalmoparese eine Retinopathie, neurosensorische Taubheit, Ataxie, Kardiomyopathie, kardiale Reizleitungsstörungen sowie eine Laktatazidose und eine erhöhte Liquorproteinkonzentration vorliegen können. Der Krankheitsbeginn ist wiederum hochvariabel (Kindes- bis hohes Erwachsenenalter).
Ein weiteres Krankheitsbild aus dieser Gruppe ist das Pearson-Syndrom.
Genetik
Die oben beschriebenen Krankheitsbilder sind häufig von singulären Deletionen der mitochondrialen DNA verursacht. Die Deletionen können verschieden große Teile der mitochondrialen DNA betreffen; sie treten mit wenigen Ausnahmen sporadisch ohne positive Familienanamnese auf.
Differentialdiagnostisch müssen autosomal-dominante (Gene wie z.B. POLG, TWNK, RRM2B, SLC25A4, POLG2) sowie autosomal-rezessive Vererbungsformen (Gene wie z.B. POLG, RRM2B, TK2, TWNK, MGME1) in Betracht gezogen werden. Diese gehen in der Regel mit multiplen Deletionen (oder Depletion) der mtDNA einher.
