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Mitochondriale Enzephalomyopathie, Laktatazidose, Schlaganfall ähnliche Episoden (MELAS)
Diagnostik über folgende genetische Analyse(n)/Panel möglich
Klinische Symptomatik
Das Krankheitsbild der mitochondrialen Enzephalomyopathie mit Laktatazidose und Schlaganfall ähnlichen Episoden (MELAS) wurde 1984 zum ersten Mal beschrieben.
Nur wenige Betroffene zeigen das vollständige Syndrom. So gibt es abgeschwächte Formen, die nur einen diätetisch einstellbaren Diabetes mellitus aufweisen und schwerste Verlaufsformen mit einer progressiven hypertrophen Kardiomyopathie, rezidivierenden Schlaganfällen und ausgeprägter Laktatazidose. Der Krankheitsbeginn ist ebenfalls hochvariabel (1. Lebensjahr bis hohes Erwachsenenalter).
Die Schwere des Krankheitsverlaufes scheint mit dem Grad der Heteroplasmie, d.h. mit der Menge an mutiertem mitochondrialen Genom zu korrelieren, jedoch zeichnet sich zunehmend ab, dass sowohl der genetische Hintergrund als auch Umweltfaktoren von erheblichem Einfluss auf die Erkrankung sind.
Genetik
1990 fanden Goto und Kollegen die bis heute am häufigsten diagnostizierte ursächliche Punktmutation in der mitochondrialen DNA (mtDNA-tRNA-Leu (MT-TL1), m.3243A>G). Diese Mutation wird maternal vererbt. Daneben gibt es seltenere mtDNA-Mutationen, die ebenfalls zu einem MELAS-Syndrom führen können. Mutationen im nukleären Gen POLG können ebenfalls ein MELAS-Syndrom verursachen.
